RWTH Aachen
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Institut für Nachrichtengeräte
und Datenverarbeitung
Prof. Dr.-Ing. P. Vary
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Akustische Tubenendoskopie – Sonotubometrie

Bei der Sonotubometrie wird das akustische Verhalten der Übertragungsstrecke Nase-Ohr untersucht. Dazu wird mit einem kleinen Lautsprecher ein Ton in die Nase gegeben und im Ohr über ein Miniaturmikrofon die Systemantwort gemessen. In der Vergangenheit wurde in der Sonotubometrie zur Anregung ein Sinus bei einer Frequenz von 8 kHz verwendet. Ausgewertet wurde die Schwankung der Energie bei Öffnung der Eustachischen Röhre. Unsere Untersuchungen haben jedoch ergeben, dass die Betrachtung des Systems bei monofrequenter Anregung sehr unzuverlässig ist, da die Resonanzfrequenzen des akustischen Systems Nase-Ohr von Patient zu Patient stark variieren können.

Aus diesem Grund ist die Einführung von breitbandigen Signalen als Anregung ein wichtiger Schritt, um die Sonotubometrie zuverlässiger zu machen. Hier wird im Besonderen die Verwendung von Perfekten Sequenzen als Anregung vorgeschlagen. Zum Einen besitzen sie bei periodischer Wiederholung ein ideal flaches Spektrum, zum Anderen stellen sie die optimale Anregung für eine Systemidentifikation mittels NLMS dar. 

Um ein Maß für die Öffnung der Eustachischen Röhre zu gewinnen, wird eine Systemidentifikation mit dem NLMS Algorithmus durchgeführt. So erhält man für jeden Abtastzeitpunkt eine neue Schätzung der Impulsantwort des Systems. Von den gewonnenen Impulsantworten wird die Leistung berechnet und diese über der Zeit aufgetragen. Die entstehende Kurve stellt ebenfalls ein Maß für die transmittierte Energie dar, diesmal jedoch über das gesamte messbare Spektrum.