

Die Funktion der Eustachische Röhre hat eine große Bedeutung für Verlauf und Genese akuter und chronischer Mittelohrerkrankungen. Von besonderer klinischer Relevanz ist die Beurteilung der präoperativen Tubenfunktion bei der Planung operativer Maßnahmen.
Von der Vielzahl der Funktionsuntersuchungen kommen nur einige wenige zum klinischen Einsatz da es bislang kein Untersuchungsverfahren gibt, welches gleichzeitig alle diagnostischen Erfordernisse erfüllt.
Die Impedanzaudiometrie (Tympanometrie) und einige manometrische Verfahren (z.B. SSTV-Test) sind die am weitesten verbreiteten klinischen Untersuchungsmethoden. Diese lassen jedoch nur indirekte Aussagen über die Tubenfunktion zu. Darüber hinaus ist die Untersuchung der Eustachischen Röhre unter physiologischen Bedingungen damit nicht möglich. Die Sonotubometrie, welche Gegenstand aktueller Forschungen ist, stellt dagegen ein viel versprechendes Verfahren dar, das eine nicht-invasive und rasche Evaluation der Tubenfunktion unter physiologischen Bedingungen ermöglicht.
Im Rahmen eines von der DFG geförderten interdisziplinären Projektes arbeiten wir an der Entwicklung eines neuartigen akustischen Diagnosesystems zur Abbildung der Tubenfunktion.